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karte Naturschutz zum Anfassen: in der Naturschutz-Datenbank des BUND

Keine übertriebene Angst vor Bakterien

Quietscheenten mit Giftzeichen (Foto: BUND.net)

Egal, was die Werbung verspricht, »bakterienfrei«gibt es nicht! Die meisten Mikroorganismen sind zudem harmlos oder sogar nützlich: So wird bei Kindern das Immunsystem auf wirklich krank machende Erreger trainiert. (Nano-)Biozide als Haushaltsgifte sind daher überflüssig und im Zweifel sogar ungesund. Denn die Anwendung von Desinfektionsmitteln (etwa in Seifen) kann die Haut schädigen. Auch Allergien, Effekte auf das Hormon- und Nervensystem sowie krebserregende Eigenschaften sind als Folge bekannt.

Wo müssen Sie mit (Nano-)Bioziden rechnen? Matratzen, Teppiche, Farben und Lacke, Lichtschalter,Textilien, (Kunststoff-)Artikel für Küche, Bad oder Büro, Deodorants, Reinigungsmittel etc. können diese Biozide enthalten oder mit ihnen behandelt worden sein. Das Problem: Wirklich gezielt wirken Biozide im Zweifelsfall nicht. So tötet das Biozid Nanosilber Bakterien, kann aber auch Zellen schädigen. Und es kann fördern, dass schädliche Mikroorganismen resistent werden, auch gegen lebensrettende Antibiotika.

Um Krankheitserreger in Schach zu halten, reichen klassische Reinigungs- und Hygienemaßnahmen aus. Antibakterielle Mittel sind überflüssig. Greifen Sie zu milden Allzweckreinigern, Schmierseife oder Spiritus. Und meiden Sie Produkte, die mit Begriffen wie antibakteriell, keimtötend oder geruchshemmend werben. Sind Textilien, aber auch Lacke, Farben und Co. mit Bioziden ausgerüstet, müssen sie entsprechend gekennzeichnet sein. Zusätzlich muss kenntlich gemacht sein, ob es sich bei den eingesetzten Substanzen um Nanomaterialien handelt. Studieren Sie also im Zweifelsfallgenau die Liste der Inhaltsstoffe.

Die BUND-Ökotipps sind kostenlos zum Abdruck freigegeben. Der BUND muss als Quelle erkennbar sein.