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karte Naturschutz zum Anfassen: in der Naturschutz-Datenbank des BUND

Recyclingpapier verwenden

Zettelwürfel (Foto: BUND-Laden)

In Deutschland stieg der jährliche Papierverbrauch zuletzt auf 250 Kilogramm pro Kopf. Der BUND empfiehlt deshalb Recyclingpapier. Es garantiert hohe Qualität, schont die Umwelt und entlastet den Geldbeutel. 

Recyclingpapier genügt schon seit Mitte der neunziger Jahre professionellen Ansprüchen. Die Auswahl an modernem leistungsstarkem Papier, das aus 100% Altpapier hergestellt wird, ist groß. In Kopierern und Druckern funktioniert es einwandfrei. Es gibt jetzt sogar welches in 100er-Weiße, was bedeutet, daß Licht, welches auf das Papier scheint, zu 100% zurückgeworfen wird. Bei Frischholzpapier werden häufig optische Aufheller beigemischt, die das Papier noch weißer erscheinen lassen. Die Umwelt wird deutlich weniger belastet, denn für die Herstellung von Recyclingpapier muß kein Baum gefällt werden. Würde der Anteil des Recyclingpapiers am Papierverbrauch deutscher Bürobetriebe von derzeit 20 auf 50 Prozent steigen, könnte die Abwassermenge einer Stadt mit 45 000 Einwohnern eingespart und eine Naturfläche halb so groß wie der Bodensee entlastet werden.

Wer auf Recyclingpapier setzt, kann bis zu 20 Prozent an Papierkosten sparen. Der BUND warnt jedoch vor unseriösen Aufschriften wie ''chlorfrei gebleicht". Dies ist schon seit Jahren Standard und sagt nichts über die Umweltverträglichkeit des Produktes aus. Ebenso irreführend ist die Bezeichnung ''garantiert tropenholzfrei", da sich Tropenholz gar nicht zur Papierherstellung eignet.  Nachhaltige Produkte erkennt man am Siegel: "Blauer Engel" oder "ÖKOPAplus". Noch mehr Papier spart, wer nur das Wichtigste ausdruckt, beidseitig kopiert und Fehldrucke als Notizzettel benutzt.

Auch für Toilettenpapier werden jede Menge Bäume gefällt. Dabei sind Alternativen aus 100% Recyclingpapier hygienisch einwandfrei, kostengünstig und auch weiß und weich. An der Aufschrift "Zellstoff" erkennt man, daß das Papier nicht aus Recyclingpapier hergestellt ist, denn für Zellstoff benötigt man frisches Holz.

Die Initiative Pro Recyclingpapier, Mitte 2000 unter Mitwirkung des Umweltbundesamtes von großen deutschen Industrieunternehmen gegründet, wirbt für den Umstieg auf Recyclingpapier. Mehr Informationen gibt es auf der Seite www.papiernetz.de.

 

Die BUND-Ökotipps sind kostenlos zum Abdruck freigegeben. Der BUND muss als Quelle erkennbar sein.