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karte Naturschutz zum Anfassen: in der Naturschutz-Datenbank des BUND

Ein Garten - Viele Arten

Hummel auf Blume (Foto: G. Metag)

Tipps für einen umweltfreundlichen Garten und damit einen ökologischen und ökonomischen Garten mit einer vielfältigen Flora und Fauna:

  • Geben Sie einheimischen Laubgehölzen den Vorrang – sie spiegeln den Wechsel der Jahreszeiten, sind an ihre Umgebung bestens angepaßt und liefern einer Vielzahl von Vögeln und Insekten Obdach und Nahrung.
  • Vermeiden Sie Exoten aus dem Gartencenter, besonders das sterile Einheitsgrün der Koniferen – sollte es sich in Ihrem Garten bereits breitgemacht haben, sorgen Sie für Luft: Raus mit dem Nadelzeug, pflanzen Sie einen Obstbaum!
  • Achten Sie bei Ihrem Saatgut auf regionale Herkunft und ökologische Produktion – was daraus wächst, wird einmal weniger auf chemischen Schutz angewiesen sein. An Wildstauden und den traditionellen Pflanzen der Bauerngärten haben Sie länger Freude als an überzüchteten Ziergewächsen.
  • Pflanzen Sie nur ausnahmsweise exotische Arten an – schon mehrfach haben sich Exoten als aggressive Invasoren entpuppt, die aus den Gärten in die Umgebung eingreifen und das ursprüngliche Pflanzenkleid überwuchern, ein Beispiel: das „Drüsige Springkraut“.
  • Ziehen Sie eine blütenreiche Wiese der Monotonie eines englischen Rasens vor – ersparen Sie sich und Ihrer Umwelt den Einsatz von Kunstdünger und Pflanzengiften; zwei- bis dreimaliges Mähen pro Jahr reicht und gießen müssen Sie nur während langer Trockenzeiten.
  • Belassen Sie in Ihrem Garten ein paar Nischen für Wildtiere – ein kleines Eckchen mit Brennnesseln für Schmetterlinge, einen locker gehäuften Kompost- oder Reisighaufen, einen modrigen Baumstumpf, einen Losesteinhaufen, einen Winkel, der nicht ständig bearbeitet wird...
  • Eine reiche Insektenfauna zur natürlichen Schädlingsbekämpfung fördern Sie auch, indem Sie über das ganze Jahr Blütenpflanzen anbieten (möglichst keine gefüllten Sorten), nicht alles „Unkraut“ ausreißen, Stauden über den Winter stehen lassen und bei Bedarf künstliche Nisthilfen schaffen.
  • Für ein reiches und vielfältiges Bodenleben bevorzugen Sie Kompost und Mulch. Beim Kauf von Blumenerde sollten Sie darauf achten, dass keinerlei Torf enthalten ist. Nachdem der Torfabbau und die Landwirtschaft fast alle deutschen Moore vernichtet haben, reißt die weiter hohe Nachfrage nach Torferde nun vor allem in Osteuropa Wunden.
  • Wenn Ihr Garten auch etwas abwerfen soll: Helfen Sie die Vielfalt traditioneller Obst- und Gemüsesorten zu erhalten. Lassen Sie Ihren Garten Früchte tragen, die Sie so leicht in keinem Laden wiederfinden.
  • Kompostieren Sie Ihre Gartenabfälle und sammeln Sie das Regenwasser. So sparen Sie Ressourcen und entlasten Ihren Geldbeutel.

Die BUND-Ökotipps sind kostenlos zum Abdruck freigegeben. Der BUND muss als Quelle erkennbar sein.