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karte Naturschutz zum Anfassen: in der Naturschutz-Datenbank des BUND

Exotisches Gemüse selber züchten

Paprika-Mix (Foto: I. Ohlendorf)

Das Angebot an Südfrüchten und mediterranem Gemüse wächst stetig. Immer wieder werden jedoch in importiertem Obst und Gemüse, aber auch in Kräutern giftige Pestizide bzw. Herbizide nachgewiesen.

Der BUND wirbt für den Anbau von Kräutern, Gemüse und sogar Obst auf dem eigenen Balkon, der Terrasse oder im Garten. Dabei werden nicht nur gefährliche Chemikalien vermieden, sondern auch Klimagase durch den Transport der Produkte, der zumeist mit Flugzeugen über große Entfernungen erfolgt.

Den Speiseplan mit südlichem Flair bereichern und nebenbei die Umwelt schützen - das lässt sich zum Beispiel durch die Eigenerzeugung von Kräutern wie Basilikum, Chili, Thymian, Oregano, Rosmarin, Knoblauch oder Salbei erreichen. Neben Tomaten, Gurken, Kürbissen, Trauben, Strauch- und Erdbeeren gelingt in hiesigen Breiten auch die Aufzucht von Chili, Paprika, oder Auberginen. Die speziellen Züchtungen sind an Balkon und Terrasse angepasst. Der Boden muss gut mit organischen Nährstoffen versorgt werden. Laut BUND sollte jedoch vermieden werden, die Wachstumsphase der Pflanzen durch zusätzlich beheizte Treibhäuser zu verlängern. Dies würde die ökologischen Vorteile des Eigenanbaus wieder zunichte machen.

Zusätzlich kann man durch den Anbau von alten Sorten einen Beitrag dazu leisten die Artenvielfalt und damit die Biodiversität zu erhalten. Auch in diesem Jahr findet daher die beliebte "Tomatenpflanzenbörse" beim BUND-Salzgitter am Waldhaus Altenhagen statt.

Die BUND Ökotipps sind kostenlos zum Abdruck freigegeben. Der BUND muss als Quelle erkennbar sein.