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Flaschen - Glas statt Plastik

Getränkekisten (Foto: M. Mänz)

Bier, Kaffee, Wein oder Limonade? Das liebste Getränk der Deutschen ist – Wasser. Mehr als 130 Liter – abgefüllt in Glas- oder Plastikflaschen – trank jeder Deutsche 2009 durchschnittlich. Seit 1970 stieg der Konsum um das Elffache. Und damit auch der Energieaufwand für das Reinigen, Abfüllen und den Transport der Flaschen. Vor allem aus dem Ausland importiertes Wasser – geliefert zumeist in Plastikflaschen – hat eine schlechte Öko-Bilanz.

Durch aufwändige Werbekampagnen ist Wasser ein Lifestyle-Produkt geworden. Klangvolle Namen lassen sich globale Konzerne wie Danone und Nestle gut bezahlen. Zum Vergleich: Ein Kasten Leitungswasser würde etwa drei Cent kosten. Dabei schneiden auch bei Wasser-Sommeliers die Edelmarken geschmacklich nicht besser ab. Die häufige Verwendung von Plastikflaschen kann den Geschmack jedoch verschlechtern. Zudem können in Plastik enthaltene Schadstoffe wie hormonell wirksame Weichmacher in das Wasser übergehen. Durch den zunehmenden Kauf von Ein- und Mehrwegflaschen aus Plastik wächst der Müllberg und wertvolle Ressourcen werden verschwendet. Deshalb lohnt sich aus Umwelt- und Gesundheitsperspektive der Kauf von Mehrwegflaschen aus Glas, auch wenn sie aufwändiger zu transportieren sind. Dabei sollte man außerdem ein Produkt aus der Region kaufen um den Transportweg möglichst kurz und die Öko-Bilanz klein zu halten.

Wer sich für Leitungswasser entscheidet, sollte darauf achten, dass das Wasser nicht zu lange in der Leitung gestanden hat. Die ersten Liter können für das Blumengießen verwendet werden. Kalkablagerungen schrecken Wassertrinker nicht unbedingt ab. Sie zeugen von einem hohen Anteil an Mineralstoffen wie Calcium und Magnesium. Die Wasserwerke informieren kostenlos über die Qualität des angelieferten Wassers. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sein Wasser auf Schadstoffe prüfen lassen. Wasserwerke, Apotheken oder die Stiftung Warentest analysieren abgegebene Wasserproben.

Die BUND Ökotipps sind kostenlos zum Abdruck freigegeben. Der BUND muss als Quelle erkennbar sein.