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Kaffee - Genußvoll & fair

Kaffee (Foto: M. Mänz)

Weltweit gilt Kaffee nach Erdöl als zweitwichtigstes Handelsgut. Die Weltbevölkerung konsumiert jährlich 590 Milliarden Tassen frisch gebrühten Kaffees oder Espressos. Der größte Teil des dafür verwendeten Rohkaffees wird heute auf Kosten der produzierenden Kleinbauern zu Billigpreisen angekauft.

Der BUND empfiehlt daher, fair gehandelten Kaffee zu kaufen. Dieser ist zwar etwas teurer, aber man erhält dafür ein hochwertiges und ökologisches Produkt, dessen Kauf den Bauern in Afrika, Asien und Lateinamerika Mindesterlöse sichert.

Erhielten die Kaffeebauern vor zehn Jahren noch ein Drittel des Handelspreises für ihre Ware, so sind es heute höchstens noch 10 Prozent. Von den 25 Millionen Kleinbauern im Kaffeeanbau erzielt ein großer Teil nur bis zu 60 Prozent ihrer Produktionskosten. Trotz der Bewirtschaftung von Anbaufläche hungern die meisten Bauern.

Fair-Trade-Organisationen weltweit leisten langfristige Entwicklungshilfe, indem sie Kaffee-Bauern sowohl ein Mindesteinkommen als auch einen Einkaufspreis über dem Weltmarktniveau bieten. Zusätzliche Fonds für soziale Projekte helfen den Produzenten und ihren Familien, ihre Lebensverhältnisse zu verbessern. Die Bildungs- und Sozialprogramme, aber auch Hilfe bei Umstellungen im Landbau liefern Zukunftsperspektiven, die Entwicklungshilfe auf Dauer überflüssig machen könnten.

Der BUND rät, den gerechteren Welthandel mit dem Kauf von Fair-Trade-Kaffee aus über 800 Weltläden, Supermärkten oder auch aus den zahlreichen Bioläden Deutschlands zu unterstützen. So fördert man nicht nur den sozialen und den Umweltnutzen der ökologisch wirtschaftenden Betriebe. Man kauft außerdem ein hochwertiges Produkt, das schmeckt, und hilft dabei, den Qualitätsstandard für Kaffee wieder anzuheben.

Wer zudem noch auf die Umwelt und das Klima achten möchte, sollte nach der Zubereitung das schwarze Getränk der Kaffeemaschine entnehmen und in eine Thermoskanne umfüllen. Das erübrigt den Gebrauch der Heizplatte. Sogenannte "dänische Kaffeekannen" sparen auch den Papierfilter. Dabei wird heißes, nicht mehr kochendes Wasser auf den gemahlenen Kaffee gegossen und darüber ein Sieb aus Edelstahl platziert. Nachdem der Deckel aufgesetzt wurde, wird das Ganze einige Minuten stehen gelassen und nach dem Ziehen wird das Sieb nach unten gedrückt. Aufgrund des verwendeten Thermoglases bleibt der Kaffee längere Zeit heiß. Diese Technik, Kaffee zu kochen, gilt als die umweltfreundlichste.

Die BUND-Ökotipps sind kostenlos zum Abdruck freigegeben. Der BUND muss als Quelle erkennbar sein.